Videos in Echtzeit manipulieren

Deutschen Forschern ist eine neue technische Sensation gelungen. Erstmals haben Forscher an der Universität Ilmenau die erste Technik entwickelt, die Objekte in Live-Videos wie durch Zauberhand verschwinden lassen kann. Diminished Realitysystem  (reduzierte Wirklichkeit) wird die neue Technik genannt und ermöglicht es weltweit zum ersten Mal Objekte per Knopfdruck vom Bildschirm zu löschen.
„Entscheidend ist dabei, dass nicht versucht wird, den realen Hintergrund zu rekonstruieren, sondern auf der Basis des Restbildes einen plausiblen und konstanten Inhalt aufzubauen“, erklärt Broll. Bei Videos kommt erschwerend hinzu, dass sich das Objekt, welches verschwinden soll, einen minimalen Unterschied mit dem Hintergrund haben darf. Sonst kommt es schnell zu Störungen im Bild. Für den Rechenvorgang werden im Schnitt 40 Millisekunden benötigt. Damit ist es möglich, das Verfahren in Live-Übertragungen einzusetzen.
Zuschauer könnten während der Ausstrahlung von Kino- oder Fernsehfilmen mit Diminished Reality beliebige Objekte entfernen oder verändern. So könnten völlig neue interaktive Film- und Fernsehformate entstehen. Ingenieure wären in der Lage, ihre Planung bereits vor Ort zu optimieren, und somit Zeit und Kosten zu sparen.
Die Anwendungen sind so vielfältig und könnten in der Zukunft sehr in Nützen sein. Aber sie bringt auch Gefahren mit sich. Live-Übertragungen im Fernsehen könnten manipuliert werden, ohne dass der Zuschauer etwas merkt. Unliebsame Dinge werden einfach herausgefiltert. Noch sind aber diese Manipulationen nicht nachweisbar, meint der Ilmenauer Experte. Die momentan erste Version mit dieser Funktion hat noch keine Mängel bei bestimmten Strukturen des Hintergrundes. Nach Worten Brolls wird die Manipulation nach weiteren Jahren Ausreifung perfektioniert werden. Dann ist nichtmehr erkennbar, was entfernt wurde.

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